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Verschiedene Motive

Natürlich ist das Angebot an geeigneten Motiven sehr groß. Kleeblätter, Hufeisen und Käfer sind nur einige Symbole, die wohl jeder von uns sofort versteht. Doch mit diesen allgemeingültigen Glücksbringern ist es noch lange nicht getan. So wie jeder Mensch seine ganz persönliche Vorstellung von Glück hat, verbindet auch jeder unterschiedliche Erinnerungen, Bilder und Symbole mit diesem Gefühl.
Das schöne an einem Glücks-Mehndi ist, dass es sich wirklich zu jeder Gelegenheit tragen lässt. Nicht nur bei Prüfungen oder in schwierigen Situationen, auch im Alltag kann solch ein auf der Haut getragener Talisman Schutz und Geborgenheit vermitteln und den Träger an die kleinen Glücksmomente des Lebens erinnern.

Ein Glücks-Mehndi kann auf jede erdenkliche Art gestaltet sein. Ob filigrane Zeichen oder großflächige Muster, erlaubt ist alles, was den individuellen Vorstellungen entspricht. Auf der folgenden Seite sehen Sie einige Motive, die sich vom Laien wie vom Profi gleichermaßen verwirklichen lassen.

Mehndi ist keine Kunstform, der man sich allein in einem stillen Kämmerlein hingibt. Schon die großen Henna-Zeremonien in Indien und Marokko beweisen, dass zu einem Mehndi mehr gehört als Hennapaste und das Wissen und die passenden Muster. Für viele Frauen waren die Tage vor der Hochzeit die beste Gelegenheit, die neue Familie kennen zu lernen, entfernte Verwandte und alte Freundinnen wiederzusehen. Und die Sorge der Frauen galt nicht nur der Bemalung und Pflege der Braut. Sie wurde auch in die Geheimnisse der Liebe eingeweiht.

 

Das Aussehen eines Mehndi gab schon immer Auskunft über den sozialen Rang einer Frau. Nur reiche Frauen konnten es sich leisten, ihren Körper mit aufwändigen Mustern verzieren zu lassen - sei es im Alltag oder zu einem besonderen Anlass. Weniger wohlhabende Frauen hatten nicht die Zeit, ihre Haut üppig zu bemalen. Ihre Mehndis waren einfacher gestaltet. Auch fehlte das Geld, sich von einer Mehndi-Künstlerin bemalen zu lassen. Man trug die Hennapaste entweder selbst auf oder ließ sich von einer nahen Verwandten helfen.

Auch in unserer modernen Zeit kann Mehndi noch einen Beitrag zur zwischenmenschlichen Beziehung leisten. Denn Mehndi ist eine extrovertierte Kunst. Mit dem bemalten Körper signalisiert der Mensch seiner Umwelt, dass er sich ihr gegenüber nicht verschließen will. Gefühle und Standpunkte sollen durch das Mehndi nach außen sichtbar werden, auch wenn sie nicht von jedem gleich verstanden werden. Die Kunst der Hennamalerei ist also ein Kommunikationsmittel, wenn auch ein weitaus subtileres als beispielsweise die Sprache.

Aber nicht nur das fertige Kunstwerk, auch der Schaffensprozess - das Mehndi-Malen selbst - fördert noch immer die Kommunikation und die Gemeinschaft. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht in aller Ruhe und für sich ein Mehndi gestalten kann. Aber noch mehr Spaß und Erfahrung bringt es, wenn man die Mehndi-Kunst im direkten Austausch mit anderen ausübt.
Copyright: Rainer Krettek, www.Hennapaste.de

 

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