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© SoleilC - FOTOLIA
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Der Ablauf beim Tätowieren oder Was passiert eigentlich im TattoostudioAllgemeines Jetzt gehts los Bevor ein guter Tätowierer überhaupt anfängt irgendwas an deinem Körper zu machen, sollte er sich nach deinem Alter erkundigen und es sich auch nachweisen lassen (Ausweis). Er macht sich sonst strafbar. Denn um dich tätowieren lassen zu können mußt du 18 Jahre, also volljährig sein. Du bist 80, also alt genug?! Okay. Dann nimm Platz im
ehrenwerten "Stuhl der Schmerzen" :-)) Okay. Du sitzt und wartest zitternd darauf, dass es endlich
losgeht. Der Tätowierer fängt jetzt an. Er sollte mit einer Flasche Alkohol
auf dich zukommen. Bevor du dich freust... nicht zum Trinken, sondern
zum Reinigen. Die Fläche, wo das Tattoo hin soll, muss gut gereinigt werden,
am Besten mit Isopropylalkohol. Danach wirst du rasiert. Das zweite mal.
Die Haare müssen also vor dem tätowieren entfernt werden, damit die Tattoovorlage gut auf der Haut aufliegt. Die Tattoovorlage, dein Tattoomotiv, kommt meist auf einem Blatt daher (ähnl. Faxpapier). Vorher wird deine Haut angefeuchtet, mit Alkohol (du kriegst immer noch nix zu trinken :-)) Wasser oder anderer Flüssigkeit. Dann macht der Tätowierer sein "Foltergerät" bereit. Die Tinte wird in kleine Tanks eingefüllt und die Nadeln aus ihrer (hoffentlich) sterilen Verpackung genommen und auf die Maschine gesteckt. Steriles Wasser um die Nadeln von Zeit zu Zeit zu säubern und Vaseline zum Einschmieren der Tattoofläche stehen bereit. Frag nach der Tattootinte. Es gibt Unterschiede. Billige Tattootinte kann Allergien auslösen. Dein Tätowierer mit den ausgeschlagenen Zähnen, sollte nur geprüfte Tattoofarbe wählen.
Jetzt gehts aber wirklich richtig los. Zuerst werden die Aussenlinien (Outlines beim Tätowieren genannt), gestochen. Atme tief durch und lass es einfach geschehen. Am Anfang natürlich ungewohnt und unangenehm, gewöhnst du dich an die "Schmerzen". Wenn die Aussenlinine tätowiert sind, gehts an die Tattoofüllung und die Schattenbereiche. Es kann sein, oder ist wahrscheinlich, dass dazu die Nadeln gewechselt werden. Sie werden mehr und GRÖßER :-))) Zum stechen der Aussenlinien wird meist eine Nadel mit einem Durchmesser von 0,2-0,4mm verwandt. Für die Flächen benutzen Tätowierer Nadelbündel. Die Nadeln werden immer wieder in die Tattoofarbe getaucht, zwischendurch im sterilen Wasser gereinigt. Achte darauf, dass der Tätowierer Einweghandschuhe trägt. Das dient seinem und deinem Schutz vor Infektionen. Irgendwann ist es vorbei und dein Tattoo ist fertig. Wenn du ein Tattoomotiv über den ganzen Rücken willst, musst du mehrere Sitzungen einkalkulieren. Aber, wie gesagt, irgendwann ist es vorbei.
Zum Schluss wird ein Desinfizierendes Mittel auf die Tattoowunde aufgetragen. Ja, es ist eine Wunde, denn die Nadel stechen unter die Haut und es kann, muss aber nicht, bluten. Zumindest ist die Haut gerötet und etwas geschwollen. Danach kommt noch etwas Vaseline darauf, damit die Haut geschmeidig bleibt und die Wunde nicht zu schnell trocknet. Danach bekommst du vielleicht ein Foto oder der Tätowierer fragt dich, ob er ein Foto von deinem Tattoo machen kann. Das nimmt er dann in sein Flashbook auf oder es kommt in seine Mappe mit den anderen Tattoovorlagen. Du musst das aber nicht zulassen. Nur wenn du magst. Nach deiner Begutachtung im Spiegel wird die Tattoowunde mit einem sterilen Verband abgedeckt und du bekommst ein paar Regeln zur Nachsorge deines Tattoos mit auf den Weg. |