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Henna - Muster und FarbenDie ausdrucksstarken und ungewöhnlichen Formen in ihrer Kunst sind mit Sicherheit einer der wichtigsten Gründe für das wachsende Interesse an keltischer Kultur. Filigrane, verschlungene Linien und Symbole sind ebenso ein Merkmal wie abstrakte Abbildung von Tieren, Pflanzen und Menschen.Ein besonderes Kennzeichen der keltischen Muster ist ihre Symmetrie. Egal ob geometrische Formen oder verschlungene Spiralen: die meisten Bilder sind über eine oder mehrere Achsen gespiegelt und werden erst dadurch ein komplexes Ganzes. Das wohl wichtigste Symbol der
Kelten ist die Spirale, die die Unendlichkeit symbolisieren soll. Sie
ist zugleich das Grundelement vieler anderer Zeichen. Noch komplexer
erscheinen Flechtwerke, die mit großer Wahrscheinlichkeit den
Kreislauf von Leben und Tod darstellen sollten. Solche geflochtenen
Ornamente ließen sich einzeln aufbringen oder zu einem endlosen
Band aneinanderreihen.
Die Kelten verwendeten für ihre Körperbemalungen Farben pflanzlicher und mineralischer Herkunft. Obwohl sie unterschiedliche Rohstoffe zur Herstellung der verschiedensten Farben kannten, nimmt man heute an, dass die am weitest verbreiteten Farbtöne Krapp (rot) und Waid (blau) waren. Bei der Gestaltung ihrer artifiziell verschlungenen (nicht nur Körper-) Malereien verwendeten die Kelten in der Regel maximal vier Farbtöne. Diese wurden jedoch mit großer Sorgfalt in Bezug auf ihre gegenseitige Kontrastwirkung ausgewählt. Wer ein keltisches Muster als Mehndi auf die Haut malen will, kann versuchen, die unterschiedlichen Farben durch verschiedene Schraffuren zu ersetzen. Auf diese Weise lassen sich die optischen Täuschungen vieler Muster auch mit nur einer Farbe sehr gut nachahmen. Auch der wiederholte Auftrag von Hennabrei auf ausgewählte Linien und Flächen kann zu einem stärkeren Hell-Dunkel-Effekt führen.Copyright: Rainer Krettek, www.Hennapaste.de |