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Henna - Muster und Farben

Die ausdrucksstarken und ungewöhnlichen Formen in ihrer Kunst sind mit Sicherheit einer der wichtigsten Gründe für das wachsende Interesse an keltischer Kultur. Filigrane, verschlungene Linien und Symbole sind ebenso ein Merkmal wie abstrakte Abbildung von Tieren, Pflanzen und Menschen.

Ein besonderes Kennzeichen der keltischen Muster ist ihre Symmetrie. Egal ob geometrische Formen oder verschlungene Spiralen: die meisten Bilder sind über eine oder mehrere Achsen gespiegelt und werden erst dadurch ein komplexes Ganzes.

Das wohl wichtigste Symbol der Kelten ist die Spirale, die die Unendlichkeit symbolisieren soll. Sie ist zugleich das Grundelement vieler anderer Zeichen. Noch komplexer erscheinen Flechtwerke, die mit großer Wahrscheinlichkeit den Kreislauf von Leben und Tod darstellen sollten. Solche geflochtenen Ornamente ließen sich einzeln aufbringen oder zu einem endlosen Band aneinanderreihen.
Das wohl beliebteste keltische Tiermotiv war der Vogel. Man nimmt heute an, dass die verschiedenen Vogelmotive (wie Adler, Schwan, Rabe und Eule) denselben Ursprung haben. Ihre Körper sind wie bei der Darstellung anderer Tiere und Menschen stark abstrahiert und ähneln den klassischen Flechtornamenten. Ebenfalls aus diesen Elementen baut sich der "Baum des Lebens" auf, dessen Darstellung in Buchmalereien und auf Skulpturen überliefert ist. Wenn auch die keltische Variation des klassischen Weinstockmotivs nicht weit verbreitet war, so eignet sie sich doch hervorragend als Mehndi-Schmuckband.

Die Kelten verwendeten für ihre Körperbemalungen Farben pflanzlicher und mineralischer Herkunft. Obwohl sie unterschiedliche Rohstoffe zur Herstellung der verschiedensten Farben kannten, nimmt man heute an, dass die am weitest verbreiteten Farbtöne Krapp (rot) und Waid (blau) waren. Bei der Gestaltung ihrer artifiziell verschlungenen (nicht nur Körper-) Malereien verwendeten die Kelten in der Regel maximal vier Farbtöne. Diese wurden jedoch mit großer Sorgfalt in Bezug auf ihre gegenseitige Kontrastwirkung ausgewählt.

Wer ein keltisches Muster als Mehndi auf die Haut malen will, kann versuchen, die unterschiedlichen Farben durch verschiedene Schraffuren zu ersetzen. Auf diese Weise lassen sich die optischen Täuschungen vieler Muster auch mit nur einer Farbe sehr gut nachahmen. Auch der wiederholte Auftrag von Hennabrei auf ausgewählte Linien und Flächen kann zu einem stärkeren Hell-Dunkel-Effekt führen.Copyright: Rainer Krettek, www.Hennapaste.de

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