|
Zurück zum Tattoo Lexikon
Henna
Schablonen in vielen
Varianten gibt es hier:
Fun Tattoo

|
Hilfsmittel
Mit der Herstellung einer guten Hennapaste
ist der wichtigste Schritt zu einem gelungenen Mehndi getan. Allerdings
brauchen gerade Anfänger noch einige Hilfsmittel, um das gewünschte Mehndi-Motiv
auf die Haut zu bringen. Das wichtigste "Instrument" ist der Spritzbeutel,
den Sie aus einem Stück Plastikfolie ganz schnell selbst herstellen können.
Als Ersatz für die nur einmal verwendbaren Spritztüten bietet der Fachhandel
ein spezielles Gerät an, das wie ein wieder aufzufüllender Stift gehandhabt
wird. Gekaufte oder selbst gemachte Schablonen helfen dabei, dass das Mehndi
später genauso aussieht wie die Vorlage. Die Anwendung ist einfach und das
Ergebnis einfach umwerfend. Das Freihandzeichnen verlangt dagegen schon
etwas Erfahrung und eine sichere Hand. Mit den richtigen Übungen können
Sie aber bald mit dem ersten Versuch starten.
Schablonen Wer
Schablonen für die Mehndi-Malerei kaufen will, kann sich
zwischen verschiedenen Modellen entscheiden. Die traditionellen
indischen Schablonen werden aus gummiartigem PVC hergestellt. Sie
sind sehr robust, elastisch und haften gut auf der Haut. Sie passen
sich den Körperformen sehr gut an und können in der Regel
mehrmals verwendet werden. Inzwischen gibt es nicht mehr nur
Schablonen mit traditionellen Mehndi-Mustern, sondern auch zahlreiche
Tribal- und andere Ethnomotive. Mittlerweile bietet der Markt aber
auch eine Vielzahl von Folienschablonen. Auch hier ist die Auswahl
riesig und nahezu jedes Motiv ist erhältlich. Ganz gleich, für
welche Schablone Sie sich entscheiden: Bevor Sie die Schablone auf
die Haut legen, prüfen Sie, ob sie die richtige Größe
für die gewählte Stelle hat. Sind Sie mit Proportion und
Platzierung zufrieden, ziehen Sie die Schablone von der Folie und
drücken Sie sie fest auf die Haut.
Schablonen
selber machen Vielleicht haben Sie in einem Buch oder einer
Zeitschrift ein besonders schönes Motiv entdeckt, das Sie sich
gerne als Mehndi auf die Haut malen möchten? Wenn Sie im Handel
keine passende Schablone finden, können Sie sich diese auch ganz
einfach selbst aus selbstklebender Folie herstellen. Kopieren Sie das
Motiv auf die Folie und schneiden Sie es mit einem scharfen Messer
oder einer Nagelschere aus. Auf die Haut kleben und mit Hennapaste
ausfüllen.
Einfache
Folienstempel Eine einfache und preiswerte Alternative zu
Folienschablonen ist diese Methode. Man legt Klarsichtfolie auf das
gewählte Motiv und fährt dessen Konturen mit einem
wasserlöslichen Filzstift nach. Dann drückt man die Folie
mit der beschrifteten Seite nach unten vorsichtig auf die Haut, wie
einen Stempel. Dabei sollte man beachten, dass die Folie nicht
verrutscht, damit die Motivränder nicht verschmieren. Die Folie
von der Haut nehmen und die Linien mit Hennapaste über- und
ausmalen.
Bedenken Sie, dass bei dieser
Technik das Motiv seitenverkehrt auf die Haut kommt. Stört Sie
das, können Sie die Vorlage vorher auf Transparentpapier
übertragen. Dieses nach dem Übertragen wenden, die Folie
auflegen und das Motiv erst dann auf Klarsichtfolie abpausen.
Einfache
Hilfslinien Wenn Arme oder Beine mit Ranken oder Bändern
bemalt werden sollen, sorgen Hilfslinien dafür, dass das Mehndi
in geraden Bahnen verläuft. Sie können die Linien mit
wasserlöslichem Filzstift oder Kohlestift direkt auf die Haut
zeichnen. Noch einfacher geht es, wenn Sie die Linien mit einem
Baumwollfaden markieren, der zuvor in Tinte oder Kohlestaub getaucht
wurde. Den Faden kurz um die Stelle wickeln, an der die Ranke
platziert werden soll und ihn sogleich wieder entfernen. Der Abdruck
ist eine hilfreiche Orientierung beim Anlegen der blone, aber auch
beim Freihandzeichen. Die Hilfslinien selbst lassen sich nach dem
Trocknen und Abkratzen der Hennapaste ganz einfach wieder entfernen
(sofern sie nicht sowieso schon vom Henna abgedeckt sind). Sollen
Tintenspuren mit Wasser und Seife entfernt werden, sollte jedoch 24
Stunden gewartet werden, da das Mehndi in dieser Zeit nicht nass
werden darf.
Anstelle einer farbigen Hilfslinie
können auch elastische Bänder (beispielsweise Hosengummi
oder Haargummis) dafür sorgen, dass ein Mehndi-Schmuckband schön
gleichmäßig um Arm oder Bein läuft. Streifen Sie dazu
zwei Bänder über und richten Sie sie völlig parallel
aus. Der Abstand der Bänder zueinander richtet sich nach der
Breite des gewünschten Mehndis. Wenn Sie sich beim Auftragen der
Hennapaste immer am Verlauf der Bänder orientieren, wird das
Ornamentband schön gerade.
Achten Sie bei dieser Methode auf
jeden Fall darauf, dass die Gummibänder nicht in die Haut
einschneiden. Schließlich können sie erst dann wieder
abgestreift werden, wenn die Hennapaste völlig getrocknet ist.
Spiralen
und lange Hilfslinien Wer Arme oder Beine mit einem
spiralförmigen Band verzieren will, behilft sich mit einem in
Tinte getauchten Faden. Ein Fadenende wird mit einem Streifen
Heftpflaster an der Stelle fixiert, an der das Spiralmuster beginnen
soll. Dann wird der Faden gleichmäßig um die Gliedmaße
geschlungen, so dass sich die Tinte auf der Haut abdrückt. Den
Faden anschließend vorsichtig wieder abwickeln, ohne weitere
Spuren auf der Haut zu hinterlassen. Die Hennapaste immer entlang der
Linie auftragen. Ebenso werden lange, gerade Hilfslinien auf die Haut
gebracht. Man braucht sie beispielsweise dann, wenn die Waden mit
einer Strumpfnaht verziert werden sollen. Ein Fadenende fixieren, den
Faden in einer geraden Linie weiterführen, leicht andrücken
und wieder abziehen.
Die
Spritztüte Natürlich kann man das Mehndi mit einem
feinen Pinsel oder ganz traditionell mit einem Holzstäbchen (aus
Rosenholz) aufmalen. Das ist jedoch eine langwierige Prozedur und
empfiehlt sich nur für sehr filigrane Freihandzeichnungen.
Schneller und unkomplizierter geht es mit der Spritztüte. Sie
ist einfach gemacht und kostet fast nichts, denn als Material
benötigen Sie lediglich einige alte Plastiktüten oder einen
Gefrierbeutel sowie etwas Klebeband.
Die
Mehndi-Malmaschine Etwas teurer als eine Spritztüte,
dafür sehr leicht zu bedienen, ist dieses spezielle Gerät
zum Mehndi-Malen. Es wird in Bastelläden, in der Abteilung für
Seidenmalerei verkauft und trägt die Bezeichnung Konturenliner.
Es handelt sich um eine leistungsfähige elektrische
Membranpumpe, die die Hennapaste gleichmäßig und dabei
geräuscharm auf die Haut bringt. Die Fließgeschwindigkeit
der Paste kann stufenlos reguliert werden. Man hält und führt
das Gerät wie einen Stift. Der Zeigefinger reguliert den Fluss
der Paste. Das Gerät ist vor allem für all diejenigen zu
empfehlen, die sich nicht nur einmal mit einem Mehndi schmücken
wollen. Auch Profis erleichtert das Gerät die Arbeit sehr.
Selbstverständlich sollte man bedenken, dass man bei dieser
Methode einen Stromanschluss benötigt. Copyright: Rainer Krettek, www.Hennapaste.de
Zurück zum Tattoo Lexikon
|
|