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Henna Motive

Die ersten Fragen, die sich vor dem Aufmalen eines Mehndi Tattoo stellen, sind die, an welcher Körperstelle das Mehndi Tattoo sitzen und für welches Motiv man sich entscheiden soll. Will man beispielsweise Schulter oder Dekolletee verzieren, kann das Muster weit großflächiger sein als auf der Hand. Andererseits bieten gerade Hände und Füße die Möglichkeit, besonders abwechslungsreich gestaltete und anspruchsvolle Mehndis zu schaffen, da die Bemalung von Fingern und Zehen aufgrund ihrer Form besondere Sorgfalt verlangt.

Auch die Tatsache, ob das Mehndi Tattoo für jeden sichtbar oder ob es nur dem Partner bekannt sein soll, ist ein wichtiges Kriterium für seine Platzierung. Will man das Hennagemälde "öffentlich" tragen, spielt nicht zuletzt die Jahreszeit eine Rolle. Im Winter werden wohl nur wenige Leute das Bauchnabel-Mehndi Tattoo sehen, das im Strandurlaub seine Wirkung nicht verfehlte.

Bei der Auswahl des Tattoo Motivs haben sie fast unbegrenzte Möglichkeiten. Kleine Piktogramme können ebenso schön aussehen wie spitzenartige Muster, die sich beispielsweise wie ein Handschuh über die ganze Hand erstrecken. Filigrane Zeichen sind ebenso möglich wie großflächige Ornamente. Archaisch anmutende Formen stehen der Abbildung eines "modernen" Symbols in nichts nach. Die einzige "Einschränkung" besteht in der Einfarbigkeit der Hennapaste. Gerade dies kann eine Herausforderung sein, denn auch durch verschiedene Linienführung und Schraffur lassen sich abwechslungsreiche Körperbemalungen anfertigen.

Die Motivwahl des Hennatattoos
Bevor Sie sich endgültig für ein Mehndi-Motiv entscheiden, sollten Sie überlegen, ob das gewünschte Motiv auch zu Ihrer Persönlichkeit passt, ob es Ihrem Alter und Geschlecht entspricht. Werden Sie sich auch darüber klar, zu welchem Anlass Sie sich mit dem Mehndi Tattoo schmücken wollen. Es macht schließlich einen großen Unterschied, ob die Bemalung für eine Party, den Urlaub oder für eine Hochzeit bestimmt ist. Bedenken Sie aber auch, dass die Malerei nicht gleich wieder verschwindet.

Dieses Kapitel soll die Vielfalt der heutigen Mehndi-Malerei vermitteln. Dabei soll zuerst auf die so genannten traditionellen Techniken und auf alte Symbolik eingegangen werden. Damit sind jene Mehndis gemeint, wie man sie in Nordafrika, dem mittleren Osten und auf dem indischen Subkontinent findet. Darüber hinaus lässt sich jedoch auch die Symbolik anderer Kulturen für die Mehndi-Malerei entdecken, wie die alten Zeichen der Indianer oder Kelten. Aber nicht nur historische Tattoo Motive sind erlaubt. Phantasievolle Menschen werden auch in unserer modernen Welt immer wieder Zeichen und Symbole entdecken, die sich als Vorlage für Mehndis eignen. Sie werden sehen, dass Ihrer Kreativität kaum Grenzen gesetzt sind. Im Folgenden finden Sie nicht nur zahlreiche Motivvorschläge, sondern erfahren auch viel über die Tradition der Körperbemalung in den unterschiedlichsten Regionen der Erde und den verschiedensten Epochen der Weltgeschichte. Sie werden staunen, wie vielfältig die Menschen ihre Körper schmückten und noch immer schmücken, und wie leicht sich beinahe jede Ausdrucksform für ein individuelles Mehndi Tattoo abwandeln lässt.
Lassen Sie sich inspirieren!

Indische Mehndis
Im religiösen Vielvölkerstaat Indien hat nicht nur die Körperbemalung mit Henna Tattoo eine lange Tradition. Einige Volksstämme schmücken ihre Haut auch mit dauerhaften Farben, die sie mit Nadeln unter die Haut bringen.

Die wohl auch im Westen bekannteste indische Körperbemalung ist der rote Punkt auf der Stirn der Hindu, der den Segen und Schutz der angebeteten Gottheit sichern soll. Gleichzeitig ist das rote Zeichen ein beliebter Körperschmuck, der auch im modernen Indien noch viele Anhänger hat. Solch ein Stirnzeichen lässt sich jedoch auch wunderbar mit Henna auf die Stirn malen, ebenso wie andere kleine Ornamente.Copyright: Rainer Krettek, www.Hennapaste.de

 

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